Der angekettete Elefant

Nach der Erzählung von Jorge Bucay. Lesung mit Herz vom 20.Mai 2016

 

Aufbauend auf der Geschichte von Jorge Bucay weist Dr. Wettstein auf unsere ungenutzten Fähigkeiten hin und wie wir sie besser nutzen können. 

Jeder von uns hat in seinem Leben schon erlebt, dass sie oder auch er das Gefühl hatte, sie sei nicht schön genug, nicht schlank genug oder einfach ungenügend. Jeder kennt das Gefühl, „Ich kann das nicht!“. Genauso, wie der angekettete Elefant sich nicht losreisst von seiner Kette, obwohl allen anderen klar ist, dass er das leicht könnte, genau so geht es jedem von uns mit unseren eigenen Ketten und Pflöcken. 

Wir merken meistens nicht einmal, wenn wir durch unsere geistigen Ketten uns nicht frei entfalten können. Wir sind zufrieden damit, wie es ist. Nur gelegentlich wird uns bewusst, dass vielleicht mehr in uns stecken könnte. 

Aber wie finden wir den Ausweg aus unserer Eingeschränktheit, wenn diese uns nicht mal bewusst ist? Sehr oft helfen uns dabei unbewusst unsere Mitmenschen, vor allem die uns nahestehenden. Sie stolpern über unsere Ketten und Pflöcke. Und wir wundern uns im besten Fall darüber oder es führt zu Streit.

Solche Situationen sollten uns dazu bewegen uns kritisch zu fragen, ob unsere tiefsitzenden Meinungen über uns überhaupt zutreffen. Bin ich wirklich ungenügend? Hat er mich wirklich nicht lieb? Usw. Ohne diese Pflöcke wäre unser Leben viel leichter. Um sie auszureissen, können wir ein Gegengewicht schaffen durch die Suche nach Situationen, in denen meine Meinung nicht zutreffend war. Dazu kann ich Beispiele aus meiner Vergangenheit nehmen.

© 2.05.2016 Paul Wettstein, Luzernerstrasse 31, CH-6353 Weggis, +41 41 390 41 35, paulwettstein@bluewin.ch